KlangSeilAkt
Roman Rutishauser, Artist in Residence 2007

 

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Das Thema
Das Leben und - im Hinblick auf die Studierenden der pädagogischen Hochschule Rorschach - die pädagogische Arbeit als Hochseilakt, als Tanz auf dünnem Haar.
Die Verwandlung der Materie durch den freien, kreativen Menschen in Klang.

Die Sinfonie für Seiltänzerin und dünnes Haar
Eine Komposition für grosses Orchester, Chor, Solotänzerin und Tanzensemble. Eine Seiltänzerin, eingemummt in einen dicken Mantel aus Sicherheit, Logik, Wissenschaft, Disziplin, Selbstbeherrschung, Vorsicht und freundlicher Distance versucht den Gang auf dem Hochseil über einem Abgrund. Sie hat Angst – trotz ihrer dicken Hülle. Die Stille bietet ihre Hilfe an. Sie bildet die Masten ihres Seiles. Dafür fordert sie die Seiltänzerin auf, sich von einer ihrer Schichten zu befreien. Als nächstes die Sehnsucht. Sie spannt sich zwischen den Masten der Stille. Es folgen Wille, Mut, die Phantasie und das Lächeln, welches in das befreiende Element des Klangs hinüberführt. So setzt der Seiltänzer seinen Fuss auf das dünne Haar…

Die Installation in der PHR
Der Neubau der PHR wird in einen „Tank der Kreativität“ verwandelt. Die Aussenwand mit Laser beschriftet, auf der Treppe und im Foyer die vielfältige Darstellung der kreativen Studierenden als MusikerInnen, MalerInnen, als Singende, Jonglierende, Geschichten erzählende, Feuer schluckende… Im Innern der Aula die Aufführung der „Sinfonie für Seiltänzer und dünnes Haar“.

Die Installation in der Stadt Rorschach
Auf dem Südbau der PHR steht ein Kran. Von seiner Spitze führt zur Turmspitze von Mariaberg das KlangSeil – ein Seil aus Leuchtschnur, ganz mit feinen Glöckchen besetzt, welche beim geringsten Luftzug zu klingen beginnen. Das Seil führt weiter über die Turmspitze zur Jugendkirche, zur evangelischen Kirche und weiter über hohe Hausdächer Rorschachs zum Hochhausdach und mündet schlussendlich in die Badehütte. Dort steht ein riesiger Gong. Jedermann ist eingeladen, ein Sonnenbad in der Badhütte zu nehmen und von Zeit zu Zeit den Gong zu spielen, aber nur als „Akt“, als nackter, freier Mensch, welcher mittels des Gongs seinen Klang über den See weiterträgt in die Welt: KlangSeilAkt.
EinwohnerInnen von Rorschach können sich um einen Anschluss an das Klangseil bewerben. Sie erhalten einen eigenen Klangseilabschnitt bis zu ihrer Wohnung. Als Gegenleistung verpflichten sie sich, während der ganzen Installationszeit täglich eine halbe Stunde am offenen Fenster zu musizieren. Die ganze Stadt wird Klang.

Dauer des Projektes
Premiere am Freitag 21. Sept 2007, weitere Aufführungen am 22.,23.,25.,26., 28., 29. Sept., ab 8. Oktober Abbau der Installation
 
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